Schlösser und Kulturerbe
Teesdale
wurde von den Wikingern besiedelt. Sie kamen im 9.Jahrhundert nach Christus
aus Dänemark und im 10.Jahrhundert aus Norwegen und Irland. Bei der berühmten
Schlacht von Stainmore kam der mächtige Erik Bloodaxe ums Leben. Wörter
aus dem skandinavischen Sprachraum sind auch heute noch im Teesdaler Dialekt
gebräuchlich.
Teesdale lag einst im schottischen Grenzgebiet und hat daher eine aufregende Geschichte. Fast jedes Dorf ist um eine Schlossruine herum gebaut.
Raby Castle ist Lord Barnards Schloss und auch heute noch bewohnt. Im Jahre 1569 traf sich hier der Adel, um das Komplott zum Sturz der englischen Königin Elisabeth I zugunsten der schottischen Königin Mary zu schmieden. Jedoch scheiterten die Pläne, und Mary Stuart wurde geköpft.
Auch heute kommen Mitglieder der Königsfamilie häufig zum Jagen und Angeln nach Teesdale.
Das Bowes Museum, vom örtlichen Geschäftsmann John Bowes und seiner Frau Josephine gegründet, öffnete 1892. Das Museum enthält die größte Sammlung europäischer Kunst im Nordosten Englands einschließlich der Werke von Goya, El Greco und Canaletto. Es verwaltet sein eigenes gefeiertes Ausstellungsprogramm, das oft um Höhepunkte aus seiner eigenen Sammlung herum aufgebaut wird; übernimmt reisende Ausstellungen aus anderen Institutionen, stellt mit Spaß angefüllte Familien - Veranstaltungen auf die Beine, bietet wissenschaftliche Vorträge und unterhält ein bedeutendes Unterrichtsprogramm.
Rokeby wurde für den talentierten Amateurarchitekten Sir Thomas Robinson entworfen und gebaut. Ausgeführt um 1720, ist es ein bedeutendes frühes Beispiel des Palladian Stils. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, die Höhen und Einzelheiten der Bauten in Beziehung zu setzen, um damit dem zentralen Teil die maximale Aufmerksamkeit zu verleihen und so die eindrucksvolle und feudale “norditalienische” Villa zu erschaffen, die Sie heute sehen.
Rokeby wurde von J S Morritt im Jahr 1769 erworben und ist seitdem im
Besitz der Familie Morritt. Während die Innenausstattung und die
Dekorationsformen sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt haben, ist
das Haus im wesentlichen nicht sehr verändert. Das Innere umfasst
eine Reihe attraktiver Räume, einschließlich des unüblichen
Print Rooms (Druckraum). Hier gibt es Familienportraits, Stilmöbel
und eine einzigartige Sammlung von Bildern, entstanden in Handarbeit durch
Anne Morritt (1726-1797). Von 1809-1905 war der Salon das Zuhause der
“Rokeby Venus”.
Das Haus ist romantisch, nahe der Zusammenkunft der Flüsse Tees und
Greta platziert. Eine Kulisse, die Sir Walter Scott dazu inspirierte,
sein Heldengedicht “Rokeby” seinem Freund, dem damaligen Besitzer
JBS Morritt zu widmen.
